Rote Fahne Bochum oder der revisionistische Wurm

ROTER MORGEN, 5. Jg., 11. Oktober 1971

Wenn man sich heute mit Sympathisanten und Mitgliedern der Gruppe „Rote Fahne Bochum unterhält und sie fragt, wieso es denn zwei KPD(ML’s gäbe, was der Unterschied zwischen ihrer Gruppe und der KPD/ML, deren Zentralorgan der „Rote Morgen“ ist, sei, erhält man so ungefähr die Antwort: Ach, die, das sind Ezristen, die schwarze Linie, das sind die, die sich ins stille Kämmerlein zurückziehen und Theorie machen wollen. Und die Genossen des Zentralbüros verkünden stolz: Damals, 1968, als wir die Partei gründeten …. Dabei war keiner von ihnen dabei. Nun gut, werden sie sagen, darauf kommt es auch gar nicht an, Hauptsache, wir haben die richtige Linie. Sicherlich haben sie eine Linie, nur ob es die richtige ist ? Wie es jedoch zur Abspaltung ihrer Gruppe von der KPD/ML kam, das versuchen sie ihren Mitgliedern zu verschweigen.

Wie alle Spalter versuchen sie, die Notwendigkeit der Spaltung ideologisch zu begründen: Heute nach anderthalb Jahren, liest sich das so (Rote Fahne“, 30. 8.71):

„Die Auseinandersetzung entzündete sich an folgenden Fragen:

  • Steht die Unterstützung der Kämpfe der Arbeiterklasse im Vordergrund der Partei – oder muß die Partei vor allem theoretisch an ihrem Programm arbeiten, solange sie sich im Aufbau befindet?
  • Trägt die Partei den Sozialismus in die Arbeiterklasse – oder tun das die Intellektuellen?
  • Muß der Kommunistische Jugendverband politisch von der Partei angeleitet werden, aber organisatorisch selbständig sein – oder muß der Jugendverband in der Zeit des Aufbaus von der Partei gegängelt werden?
  • Muß die Partei neben ihrem politischen Kampf auch in den von rechten Sozialdemokraten geführten Gewerkschaften arbeiten und ist das der wichtigste Teil ihrer gewerkschaftlichen Arbeit – oder soll sie auf die Spaltung der bestehenden Gewerkschaften hinarbeiten und versuchen, die Bedingungen für neue Gewerkschaften zu schaffen?“

Das  liest sich gut, nur stimmt es nicht. Zum Beispiel Punkt 2. Niemand in unserer Partei ist der Meinung, daß die Intellektuellen den Sozialismus in die Arbeiterklasse tragen, sondern das tut die Partei. Sie mußten schon einen Satz in der Januar -Ausgabe 1971 des ROTEN MORGEN  sinnentstellend verdrehen, um zu diesem Unsinn zu kommen. Genauso ist es mit der Behauptung, wir seien der Meinung, die Jugendorganisation der Partei, die ROTE GARDE, müsse am „Gängelband“ geführt werden. Wir sind doch keine Kinder-Bewahranstalt. Sie sollen uns nachweisen, wo solch ein Schwachsinn steht. Zu Punkt 4 können sie unsere Antwort in dem Artikel „Kampf zweier Linien in der Gewerkschaftsfrage“ nachlesen. Die Frage bleibt, ob solche fiktiven, erfundenen Gründe Anlaß genug waren, eine Spaltung herbeizuführen, statt – wie wir damals vorschlugen – sie auszudiskutieren. Sie sollen doch ehrlich sein, sie wollten die Spaltung. Und deshalb fraktionierten sie. Was allerdings den Punkt 1 betrifft, ist das schon eine andere Sache. 

Doch zuerst einaml zu den Gründen, die wirklich zur Spaltung führten und die heute die Gruppe „Rote Fahne“ ihren Mitgliedern zu verschweigen sucht. Es handelt sich dabei um tatsächlich grundlegende Fragen. So stellten sie beispielsweise die These auf, daß die Partei von „unten nach oben“ aufzubauen sei. Sie lehnten es ab, bei der Entwicklung der Partei verschiedene Phasen zu unterscheiden. Sie warfen dem ROTEN MORGEN Trotzkismus vor, weil er meinte: Das Proletariat muß die anderen Klassen und Schichten führen, d.h. die anderen Klassen und Schichten müssen sich ihm unterordnen. Sie propagieren die Entfaltung einer „massiven Praxis“ und behaupteten, immer und unter allen Umständen sei im Widerspruch zwischen Theorie und Praxis die Praxis die Hauptseite und unterstellten, wer der Meinung ist, daß die Theorie die hauptsächliche Seite zwischen Theorie und Praxis sein könnte, wolle „die Praxis liquidieren“.

Nun ist das Theorie-Praxis-Verhältnis für die jungen marxistisch-leninistischen Parteien allerdings eine wichtige Frage, an die man nicht leichtfertig herangehen kann. Was an „Theorie“, was an konkreter Analyse einer konkreten Situation seitens der modernen Revisionisten vorliegt, ist nicht brauchbar. Oder wollen sie uns empfehlen, die 48 Thesen der DKP zu übernehmen? Wohl nicht.  Auch das, was die modernen Revisionisten in früheren Jahren schrieben, ist nur mit äußerster Vorsicht zu genießen. Darin scheint die Gruppe „Rote Fahne“ allerdings anderer Meinung zu sein. Kurz: Wir standen und stehen auch heute noch vor einer Situation, die der Genosse Mao Tsetung in seiner Schrift „Über den Widerspruch“ (Band I, Seite 394) folgendermaßen beschrieb:

„Wenn Lenins Worte  ‚Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben‘ unmittelbare Aktualität erlangen, dann spielt die Schaffung und Verbreitung der revolutionären Theorie die hauptsächliche, die entscheidende Rolle. Wenn irgendeine Aufgabe zu lösen ist (gleichgültig welche), diesbezüglich aber noch kein politischer Kurs, keine Methode, kein Plan, keine Richtlinie vorhanden ist, dann wird die Ausarbeitung des entsprechenden politischen Kurses, der Methode, des Planes oder der Richtlinie zum Hauptsächlichen Entscheidenden“

Diese Gedanken Mao Tsetungs wurden von der Gruppe „Rote Fahne“ Bochum bzw. ihrem Jugendverband, dem KJVD, in „schöpferischer Weise weiterentwickelt und auf „eine völlig neue Stufe gehoben“. Bei ihnen werden die Bedingungen, unter denen die Theorie Hauptseite werden könnte, folgendermaßen bestimmt („Bolschewik“ Nr. 1, mit dem sie die Spaltung ideologisch rechtfertigen wollten):

  1. „…. die andere Seite des Widerspruchs zwischen Theorie und Praxis (die Praxis) muß zunächst entfaltet werden, damit die Theorie zur hauptsächlichen Seite wird.“
  2. „Die Theorie wird erst dann zur hauptsächlichen Seite des Widerspruchs, wenn die Fragen, die aus der Praxis gestellt werden, derart überhand nehmen, daß eine weitere Arbeit unmöglich wird.“
  3. „Wenn zum Beispiel sich im Ruhrgebiet eine neue Partei gründen würde, und ihre Agitation und Propaganda würde sich derart entfalten, daß der Bestand unserer Gruppe nicht mehr gesichert wäre, da die Mitglieder der anderen Partei unseren Mitgliedern ideologisch überlegen wären, dann würde die Theorie zur hauptsächlichen Seite des Widerspruchs zwischen Theorie und Praxis werden, denn eine weitere Ausdehnung der Praxis ist nur dann möglich, wenn die ideologische Auseinandersetzung mit dieser Partei intensiv geführt wird.“

Diese „genialen“ Ausführungen lassen allerdings einen grundsätzlichen Widerspruch zu unserer „profanen“ Linie erkennen.

Der ROTE MORGEN antwortete damals auf diese Frage: Was ist hauptsächliche Seite zwischen Theorie und Praxis in der jetzigen Situation?

„Wer verneint, daß deshalb zur Zeit die Theorie die hauptsächliche Seite des Widerspruchs zwischen Theorie und Praxis ist, ist Opportunist. Er stellt die Augenblickserfolge – die auch ohne Programm, ohne Klassenanalyse möglich sind – den dauernden Erfolgen im Kampf für  die Diktatur des Proletariats voran. Er stellt die prinzipiellen Interessen des Proletariats hinter seine Tagesinteressen zurück“

Niemals und zu keinem Zeitpunkt hat die Partei behauptet, daß man die Praxis liquidieren, sich ins stille Kämmerlein zurückziehen und die „Theorie“ ausarbeiten solle. Wenn es solche Erscheinungen des Liquidatorentums gab –  und es gab sie – wurden sie entschieden bekämpft. Eine proletarische Partei greift vom Tag ihrer Gründung an, und zwar in der ersten Phase ihres Aufbaus vorangig propagandistisch, in die Massenkämpfe des Proletariats ein, mit dem Ziel: Die Vorhut des Proletariats für den Kommunismus zu gewinnen, was nach Stalin heißt: Kader bilden, eine Kommunistische Partei schaffen, Programm und Grundlagen der Taktik ausarbeiten. Und natürlich können die Klassenanalyse, das Programm, eine richtige politische Linie nur in enger Verbindung mit der Praxis des Klassenkampfes der breiten Massen ausgearbeitet, entwickelt, überprüft werden. Was nicht heißt, daß die im Aufbau befindliche Partei die Klassenkämpfe schon führen muß. Wie eben sollte sie das ohne eine auf der Grundlage des Programms entwickelte korrekte Strategie und Taktik?

Das alles wurde von der Gruppe „Rote Fahne“ nicht beachtet. Wild stürzte sie sich in das, was sie Praxis nannt und war baß erstaunt, daß die Arbeiter ihren ständigen Aufrufen zum Streik nicht folgten. Allmählich kamen sie dahinter, daß in dieser „Praxis“ der Wurm stecken mußte. Stillschweigend korrigierte man einige Positionen, die man zuvor noch als Grund für die Spaltung ausgegeben hatte. Hatte sich damit aber eine ideologische Annäherung ergeben, wie einige Genossen unserer Partei behaupteten, als sie in der 1.Mai-Nummer des ROTEN MORGEN schrieben, daß es praktisch zwischen ihnen und uns kaum noch Unterschiede gäbe? Mitnichten! Wer so etwas behauptet, hat vergessen, daß es grundsätzliche ideologische und politische Widersprüche zwischen ihnen und uns gibt, der hat vergessen, daß es erklärtes Ziel der Gruppe „Rote Fahne“ ist, unsere Partei zu zersetzen und zu zerschlagen, was eindeutig in der Broschüre „Zwei Wege in den Sumpf des Opportunismus“ zum Ausdruck kommt. Wobei sie sich nicht scheuen, Namen von Genossen unserer Partei dem Klassengegner preiszugeben. In dieser Broschüre (auf die wir noch gesondert eingehen werden), die sich mit dem zur Diskussion gestellten Artikel „Zwei Wege des westdeutschen Imperialismus“ beschäftigt (ROTER MORGEN 11/70), wird der Versuch der Spaltung unserer Partei unternommen. Um den „Nachweis“ zu erbringen, daß die Partei sämtliche Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus über Bord geworfen habe, scheut man sich nicht vor einer Verfälschung von Klassiker-Zitaten und billigster Wortklauberei zurück. Im prinzipienlosen Bemühen, sich um jeden Preis vom ROTEN MORGEN „abzugrenzen“, und zwar so, daß dabei ein Antagonismus entsteht, grenzen sie sich selbst von mehreren Grundprinzipien des Marxismus-Leninismus ab.

Wir wissen selber, daß der „Zwei-Wege-Artikel“ Fehler enthält (idealistisches Herangehen, mißverständliche, teils falsche Formulierungen). Aber das ist nicht das Wesen der Sache. Das Wesen der Sache ist, daß hier das erste Mal von westdeutschen Marxisten-Leninisten der Versuch gemacht wurde auf der Grundlage einer breit entfalteten Diskussion zu einer korrekten Einschätzung der Entwicklungstendenzen des westdeutschen Imperialismus zu kommen. Wohl nicht umsonst hat ihn die Partei der Arbeit Albaniens in ihrem theoretischen Organ Pruga e Partise Nr. 5/71 bis auf den Schlußteil „Unsere Taktik“ nachgedruckt. Die Diskussion um den „Zwei-Wege-Artikel ist in der Partei noch nicht abgeschlossen. Sie wird, weitergeführt, sicher zu brauchbaren Ergebnissen führen. Ein Fehler war es, daß dieser Artikel, bevor er ausdiskutiert war, schon in einigen Veröffentlichungen der Partei als Linie seinen Ausdruck fand.

Nachdem die Gruppe „Rote Fahne“ Bochum mit der Methode „sich wild in die Praxis stürzen“ Schiffbruch erlitten hatte, stürzte sie sich genauso  „wild in die Theorie“ oder besser, in das, was sie darunter versteht. Doch wieder hatte sie Pech. Wie schon in ihrer „wilden Praxis“ war auch in ihrer „wilden Theorie“ der Wurm drin. Nur, daß er diesmal einen Namen hatte: Walter. Das was die Gruppe „Rote Fahne“ unter Theorie versteht, ist nicht die konkrete Analyse einer konkreten Situation, sondern das unkritische Abschreiben

der  „Theorie“ der modernen Revisionisten. Dabei hat sie einen neuen, den 6. Klassiker des Marxismus-Leninismus entdeckt: „Walter Ulbricht. Kein „Bolschewik“, keine Broschüre, in der nicht zigmal dieser Renegat, dieser Verräter der deutschen  Arbeiterklasse zitiert wird. Damit hatte schon W.D. in seinem „Revolutionärem Weg“ Nr.2 begonnen. Warum haben sie ihn eigentlich ausgeschlossen, wenn sie jetzt bereit sind, seine neorevisionistischen Theorien zu übernehmen?

Für sie stellt sich das Problem so dar: Walter Ulbricht hat während des XX. Parteitages der KPdSU schlecht geschlafen und wurde von da an ab Revisionist. Anstatt die Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung kritisch vom marxistisch-leninistischen Standpunkt aus zu untersuchen, schreiben sie sie aus den Lehrbüchern der Revisionisten ab. Das führt dazu, daß sie zum Beispiel die korrekte These von der Notwendigkeit des Sturzes des Adenauer-Regimes im „Programm der nationalen Wiedervereinigung Deutschlands“ der KPD von 1952 als linksektiererisch bezeichnen. Der logische Schluß: Die Partei des Proletariats darf nicht mehr den revolutionären Sturz der herrschenden Klasse propagieren, da das die Massen noch nicht verstehen können. Fürwahr, ihr Weg in den Sumpf des Revisionismus ist  offensichtlich.

Solche Beispiele der Übernahme revisionistischer Theorien des Renegaten Ulbricht lassen sich beliebig vermehren. In diesem Licht muß man auch die Herausgabe von Schriften Ulbrichts durch die Gruppe „Rote Fahne“ sehen, die einzig und allein den Zweck verfolgt, den revisionistischen Plunder in die Arbeiterbewegung zu tragen.

Hier wird offensichtlich, was sich auch in ihrer praktischen Arbeit, in ihrem ständigen Bündnisangeboten an die DKP-Führung ausdrückt. Wie die DKP selbst bereit ist, durch Bündnisangebote an die SPD dieser mit Vehemenz in den Hintern zu kriechen und nörglerisch motzt, wenn diese darauf nicht eingeht, so tut das die Gruppe „Rote Fahne“ das mit der DKP. Und dann beschweren sich diese Witzbolde auch noch, wenn die Massen sie nicht verstehen. (S. 37, „Grundlagen und Taktik der Gewerkschaftsarbeit“)

Wie offensichtlich ihre Rolle als Handlanger der modernen Revisionisten zur Spaltung der marxistisch-leninistischen Partei und Bewegung bereits ist, beweist ihr 13.-August-Artikel in Nr. 17 der „Roten Fahne“. Dieser Artikel könnte wortwörtlich aus dem „Neuen Deutschland“, dem Zentralorgan der SED abgeschrieben sein. In diesem Artikel wird die „Mauer“ durch Berlin zum antifaschistischen Schutzwall emporgejubelt. Jeder marxistisch-leninistische Arbeiter in der DDR würde ihnen diesen Artikel um die Ohren schlagen, weil er besser als die Epigonen (Epigonen – einfaltslose Nachfolger ,Nachahmer) der Ulbricht-Clique weiß, warum die Mauer entstand. Sie entstand durch eben diese Politik der Ulbricht-Regierung, die, anstatt den Klassenkampf in der DDR fortzusetzen, sich der ökonomistischen Linie des materiellen Anreizes der Sowjetrevisionisten anpaßte, die, statt die ideologische Revolutionierung der Massen voranzutreiben und die Diktatur des Proletariats zu festigen, es zuließ, daß eine neue Bourgeoisie aus Partei- und Staatsfunktionären, Managern und Technokraten entstand. Diese Politik bot natürlich einen ausgezeichneten Boden für die Propaganda der westdeutschen Bourgeoisie. Welchen Grund sollten die Arbeiter der DDR, denen man sagte, daß der Gulasch im Topf des Kommunismus sei, noch haben, ihre Heimat nicht zu verlassen, wo doch die Gulaschtöpfe im Westen besser gefüllt waren. So kam es zu einer massenweisen  Auswanderung der DDR-Bürger in die Bundesrepublik. Sicher war die Lage für die DDR im August 1961 kritisch. Noch einige Monate so weiter, und die Ulbricht-Clique mit ihrem Anhang wäre unter sich geblieben. Nicht der angeblich geplante Überfall auf die DDR, wie es die „Rote Fahne“ heute darzustellen versucht, war der Grund für den Bau der Mauer. Das hatten die westdeutschen Imperialisten gar nicht nötig, die DDR wäre ihnen einige Monate später wie eine reife Frucht in den Schoß gefallen. Der Grund für den Bau der Mauer war die Massenflucht von Arbeitern und Bauern aus ihrem „Arbeiter- und Bauernstaat“. Wenn schon überhaupt eine Mauer, so hätte man sie 1949 oder 1953, als die Imperialisten tatsächlich ihre Agenten und Saboteure über West-Berlin in die DDR einschleusten, bauen müssen, um sie bei einer korrekten marxistisch-leninistischen Politik in der DDR 1961 wieder niederzureißen. Aber so war der 13. August 1961 wahrlich kein Ruhmesblatt in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung.

Die Genossen der „Roten Fahne“ sollten auf ihrer nächsten ZB-Sitzung wirklich einmal darüber nachdenken, wer ihnen die ulbrichtsche Made in den Speck setzte und warum. Wenn sie sich auf uns nicht meinen, verlassen zu können, so sollten sie einmal bei den chinesischen und albanischen Genossen anfragen, wie diese Walter Ulbricht einschätzen, auch den vor 1956. Und was ihre Bündnisangebote an die DKP-Führun betrifft, so sollten sie noch einmal die „Gemeinsame Erklärung Chinas und Albaniens“ in „Den Kampf gegen Imperialismus und Revisionismus bis zu Ende führen“, Seite 25, lesen, wo es für die heutige Phase heißt:

„Es ist notwendig, den Marxisten-Leninisten aller Länder weiterhin bei ihrem Kampf gegen den modernen Revisionismus volle Unterstützung zu gewähren und dessen Ruf nach ‚Einstellung aller fraktionellen Tätigkeit‘  niemals zu akzeptieren; es ist notwendig, politisch, ideologisch und organisatorisch zwischen uns und jenen eine klare Demarkationslinie ziehen und niemals zur Aktionseinheit mit ihnen schreiten.“

Wir schrieben im ROTEN MORGEN 3/71:

„Die KPD/ML ist der Meinung, daß viele, ja die meisten Widersprüche der Marxisten-Leninisten untereinander Widersprüche im Volk und nicht zwischen uns und dem Gegner sind. Zu antagonistischen Widersprüchen werden sie erst da, wo die Gruppen den Revisionisten zu folgen beginnen.“

Das aber ist hier eindeutig der Fall. Alle Mitglieder der Gruppe „Rote Fahne“ Bochum und des KJVD sollten umgehend den Kampf gegen diese neorevisionistische Linie aufnehmen und die organisatorischen Konsequenzen ziehen, sonst werden sie unweigerlich im Sumpf des Revisionismus landen.
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