Erfolge sprechen für sich: Albanien heute

11. Januar 1946 Proklamation der Volksrepublik Albanien. Gemälde von Fatmir Haxhiu. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN.

ROTER MORGEN, 3. Jg., November 1969

Erfolge sprechen für sich
ALBANIEN HEUTE

Am 29. November 1969 begeht das albanische Volk den 25. Jahrestag der Befreiung des Vaterlandes vom italienischen und deutschen Faschismus und des Sieges der Volksrevolution. Aus diesem Anlaß beginnen wir ab dieser Ausgabe des ROTEN MORGEN eine Artikelserie „Albanien Heute“. Nicht nur über den sozialistischen Aufbau des Landes werden wir berichten, über die Eindrücke vom revolutionären Enthusiasmus des Volkes, den eine Parteidelegation in Albanien erhielt, sondern auch – und vor allem über die Erfahrungen und Methoden, mit denen verhindert wurde und wird, daß das Land seine Farbe ändert. Beginnen wir mit der

Ausgabe der Zeitschrift »Albanien Heute«. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN.

Entwicklung der sozialistischen Industrie

Albanien schlug den Weg des Aufbaus der sozialistischen Gesellschaft ein, als es auf einen von der Vergangenheit geerbten sehr niedrigen Niveau der Produktivkräfte stand. Vor der Befreiung standen auch die wenigen Wirtschaftsbetriebe des Landes auf einer sehr niedrigenEntwicklungsstufe. In mehreren Wirtschaftszweigen, besonders in der Landwirtschaft und in der Industrie wurden sehr primitive Arbeits- und Organisierungsmethoden angewandt. Im Jahre 1938 war die Prokopfproduktion Albaniens um einige Male geringer als in den anderen Balkanländern.

Dieser Zustand paßte nicht zu den neuen Bedingungen, die in dem Lande nach der Errichtung der Volksmacht geschaffen wurden. Es entstand somit ein Widerspruch zwischender obwohl vergesellschaftlichten jedoch rückständigen materiell-technischen Basis und denfortgeschrittenen sozialistischen Produktionsverhältnissen. In den ersten Jahren nach der Befreiung und während der Periode des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus blieb dieser einer der Hauptwidersprüche. Für seine Überwindung wurde an die Partei und die Volksmacht die Aufgabe gestellt, eine neue materiell-technische Basis zu schaffen und aufzubauen. Und der Hauptweg zur Erfüllung dieser Aufgabe war die sozialistische Industriealisierung des Landes.

In der Resolution des 1. Kongresses der albanischen Kommunistischen Partei, der heutigen Partei der Arbeit Albaniens hieß es: „Ein wichtiges Ziel der Partei wird nach wie vor die Industriealisierung und Elektrifizierung des Landes sein.

“Die Partei betrachtete die Vollziehung der sozialistischen Industriealisierung stets als ein allgemeines Gesetz für den sozialistischen Aufbau des Landes. Die objektive Unerläßlichkeit dieses Gesetzes wurde von der Notwendigkeit der Schaffung der technisch materiellen Basis des Sozialismus, der Beseitigung der von der Vergangenheit geerbten technisch-ökonomischen Rückständigkeit, der Sicherung eines hohen Entwicklungsgtempos, der Verstärkung und Formung der Arbeiterklasse als bedeutendste leitende und führende Kraft der sozialistischen Gesellschaft und der Stärkung des Wirtschafts- und Verteidigungspotentials des sozialistischen Vaterlandes geboten. Im Ergebnis der Ansteuerung des Kurses der sozialistischen Industrialisierung des Landes, wurde eine neue, vielzweigige Industrie geschaffen, dazu fähig das Produktionsvolumen dermateriellen Güter zu steigern und immer besser den Bedarf der Volkswirtschaft an Industriewaren zu erfüllen.

Solche wichtigen Zweige der Industrieproduktion, wie die Kupfer- und die Eisennickelindustrie, die Chemie, die Glas- und Keramikindustrie und viele andere Branchen wurden in Albanien zum ersten Male erst unter der Volksmacht errichtet.

Die Industrie leistet heute in zirka 6 Tagen die ganze Industrieproduktion des Jahres 1938. Ende 1969 wird die Industrieproduktion, planmäßig um zirka 58 Mal größer als 1938 sein.

Das rasche Entwicklungstempo der Industrieproduktion bildet eines der wesentlichen Merkmale der sozialistischen Industrialisierung des Landes.

Das hohe Entwicklungstempo der Industrieproduktion ist von der Erhöhung von einem Fünfjahrplan zum anderen der jährlichen Produktionszuwachsrate begleitet. Während in den Jahren des ersten Fünfjahrplans 1 Prozent des Zuwachses der Industrieproduktion mit 5 Millionen Lek gerechnet wird, rechnet man dafür im 2. Fünfjahrplan 13 Millionen Lek und 800 000 Lek und im 3. Fünfjahrplan schon 30 Millionen Lek, in den ersten drei Jahren des 4. Fünfjahrplans (1966 – 1968) sogar 41,7 Millionen Lek.

11. Januar 1946:
Proklamation der Volksrepublik Albanien. Gemälde von Fatmir Haxhiu. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN.

Durch die Entwicklung der sozialistischen Industrialisierung des Landes, die Schaffung neuer Zweige der Industrieproduktion und den Zuwachs des Anteils der verarbeitenden Industrie konnte in den Jahren der Volksmacht eine Erhöhung der führenden Rolle der Industrie im System der Zweige der Volkswirtschaft erreicht werden. Dadurch ist nicht nur der Anteil der Industrieproduktion an der gesamten Sozialerzeugung des Landes gewachsen, sondern dies wirkte sich zugleich auch in der Änderung der Struktur des Imports bzw. des Exports des Landes aus. Während 1938 den Hauptanteil an den albanischen Exporten Rohstoffe tierischer und pflanzlicher Herkunft bildeten, bilden heute die Brennstoffe, Erze und Metalle sowie die in der nationalen Industrie hergestellten und verarbeiteten Nahrungmittel und andere Industrieerzeugnisse die wichtigsten Exportgüter.

Die Werktätigen Albaniens arbeiten um das Programm der Partei mit Leben zu erfüllen. Sie sind sich der lichten und glänzenden Zukunftsaussichten, die der Volksrepublik Albanien bevorstehen, klar. Nach dem mit der Volksrepublik China 1968 abgeschlossenem Abkommen werden in den nächsten Jahren über 30 wichtige Industriewerke errichtet werden, darunter das große metallurgische Kombinat in Elbasan, mit einer verarbeitenden Kapazität von 800 000 Tonnen Eisennickelerz im Jahre, das große Wasserkraftwerk in Fierza, mit einer Kraftwerksleistung von 400 000 Kilowatt, die große Erdölraffinerie, das PVC-Werk und andere.
.
Einstige Sümpfe – Heutige Kornkammern

Die Flüsse Albaniens hatten in den Jahrhunderten mit ihrer Tätigkeit mehrere Sümpfe gebildet, wie den Sumpf von Maliq, den Terbufisumpf, die Sümpfe bei Thumana, Durres, Hoxhara, Narta, Karavasta, Kakarriqi, den Sumpf am Ufer des Mati und den an der Buna, den Sumpf bei Vurgu und viele andere kleinere. Die volksfeindlichen Regimes hatten überhaupt nichts getan, um diese trockenzulegen und diese Gebiete zu meliorieren.

Ein guter Teil dieser Sümpfe, namentlich die Süßwassersümpfe waren ständige Krankheitsherde, besonders Malariaherde.

Mit der Errichtung der Volksmacht trafen die Partei und die Regierung sofort die nötigen Maßnahmen für die Trockenlegung der Sümpfe und die Bewässerung der Felder. Eines der ersten Meliorationswerke, das die Volksmacht in Angriff nahm, war die Trockenlegung des Maliqsumpfes. Die Arbeit dafür wurde im Jahre 1946 aufgenommen. Obwohl mit spärlichenMitteln – im Kampfe gegen die Sabotage der Feinde, konnte das große Heer der Freiwilligen innerhalb eines Jahres ein sehr großes Arbeitsvolumen erreichen. Durch die Meliorierung dieses Sumpfgebietes wurden über 3500 Hektar Neuland gewonnen.

Im ersten Fünfjahrplan wurde eine Reihe Vorarbeiten für die Errichtung von Bewässerungs- und Meliorationswerken geleistet. So wurden mehrere Wasserbauwerke errichtet, darunter die Bewässerungskanäle bei Qafdardha, in der Myzeqe, bei Rushkull, die Kanäle Peqin-Kavaja, Vjose-Levan-Fier und andere. Für die Errichtung der Meliorationswerke des 1. Fünfjahrsplans wurden zirka 13 Kubikmeter ausgehoben und 120 000 Kubikmeter Beton gelegt. Ende des Fünfjahrplans stieg die Mechanisierung der Erdarbeiten um über 70 Prozent.

Im 2. Fünfjahrplan wurden die Arbeiten für Meliorationen und Bewässerungsanlagen weiter ausgedehnt. In diesem Fünfjahrplan wurde die Trockenlegung des Terbufisumpfes durchgeführt, wodurch 8000 Hektar, die Ebene von Roskovetz mit 10.300 Hektar und die Heiden von Zadrima und Thumana mit 10.000 Hektar bzw. 12.000 ha Land melioriert.

Im 3. Fünfjahrplan wurden ergänzende Arbeiten an den bereits teilweise fertiggestellten Werken vorgenommen, wie in Vurgu, in Thumana, in der Myzeqe und so weiter. Außerdem wurden Arbeiten in anderen Sümpfen durchgeführt, wie dem Sumpf bei Durres, den Ebenen Mat-Lesche,Divjake-Karavasta und Hoxhara, ferner die Meliorationsarbeiten der zweiten Phase in Maliq u.a.m.

Im Ergebnis aller bis Ende 1965 durchgeführten Meliorationsarbeiten wurden zirka 30.000 Hektar Neuland gewonnen, weitere 120.000 Hektar Land wurden melioriert: Tausende wichtige kleinere Wasserbauwerke wurden dafür errichtet, wie Entwässerungsanlagen, Straßen, Pumpstationen und Elektropumpen für die Bewässerung der Felder usw.

Durch diese fast 25jährige Arbeit der albanischen Werktätigen auf den Feldern des Vaterlandes, wurden nicht nur Krankheitsherde getilgt, sondern große Flächen zu wichtigen Kornkammern, zu wichtigen Produktionsstätten von Industriepflanzen wie Baumwolle, Zuckerrüben, Sonnenblumen und Futterpflanzen gemacht.

Den vom 5. Kongreß der Partei der Arbeit Albaniens gestellten Aufgaben gemäß, wurden neben den großen Meliorationswerken auf unseren Feldern auch weitere wichtige Arbeiten in den Hügeln und Berggegenden unternommen. Um ein Bild der dafür geleisteten Investitionen zu geben, erwähnen wir nur, daß diese 88 Prozent aller Investitionen zusammengenommen die in den ersten 20 Jahren geleistet wurden, darstellen.

Mit den im laufenden Fünfjahrplan errichteten Werken wird die Bewässerungskapazität des Landes 280.000 Hektar Land umfassen, wovon 110.000 Hektar im Hügel- und Bergland.

Mit den in diesem Planjahrfünft durchgeführten Arbeiten und denen, die bisher geleistet wurden, wird die Melioration aller Sumpfgegenden des Küstenlandes abgeschlossen werden. Die Größe der Arbeit, die das albanische Volk und die Partei der Arbeit Albaniens in diesen 25 Jahren nach der Befreiung durchgeführt haben, kann nicht so einfach geschildert werden, weil für die Trockenlegung und die Melioration dieser Sumpfgebiete eine beispiellose heroische Arbeit geleistetwurde, die nur ein Volk leisten kann, das, wie das albanische, von einer marxistich-leninistischen Partei geleitet wird und eine erfahrene Führung hat.
.
Wo war Albanien – wo ist es heute?

Die Tätigkeit für die Elektrifizierung des Landes ist ein fester Bestandteil des großen Programms der Partei der Arbeit Albaniens für den Aufbau des Sozialismus. Auch auf diesem Gebiet erbte Albanien größte Rückständigkeit von der Vergangenheit. Im Jahre 1938erzeugte das Land insgesamt nur einige Millionen Kilowattstunden. Im ganzen Lande gab erstmals nur 12 Elektrizitätswerke und Elektrogeneratoren mit einer Kraftwerksleistung von zirka 4600 HP; davon war der Großteil Besitz fremder Gesellschaften.

Als das Land befreit wurde, waren die Elektrizitätswerke zerstört und die Produktion von elektrischer Energie war im Jahre 1945 um 53 Prozent geringer als im Jahre 1938.

Unter diesen Umständen erteilte die Partei der Arbeit die richtige Orientierung zur Entwicklung des Sektors der Energieerzeugung, als einen Vorhutssektor der sozialistischen Industrialisierung des Landes. In den Jahren des Zweijahrplanes und später in den Jahren des ersten, des zweiten und des dritten Fünfjahrplans wurden neue Werke für die Energieerzeugung in Betrieb genommen, wie mehrere Wärmekraftwerke, die Wasserkraftwerke „Lenin“, „Stalin“, „Karl Marx“, „Friedrich Engels“ und das große Wärmekraftwerk in Fieri u.a.m.

Die Erzeugung von Elektoenergie stieg von Jahr zu Jahr. Approximativ wurde ausgerechnet, daß die in Albanien im Jahre 1938 insgesamt erzeugte Elektoenergie, im Jahre 1968 in zirka4 Tagen erzeugt wurde.

Großes Augenmerk wurde der Nutzung von hydroenergetischen Quellen gewidmet, die besonders für die Bedingungen unseres Landes von kolossaler Bedeutung sind. Bis 1966 war der Anteil der hydroenergetischen Quellen an der Gesamtproduktion von Elektroenergie im Lande ca. 75 Prozent.

Die Entwicklung der Energieproduktion in Albanien hängt mit der Schaffung des einheitlichen energetischen Systems zusammen. Das Bestehen eines solchen Systems schafft die Möglichkeit einer immer besseren Nutzung der potentiellen Energiereserven des Landes und zugleich konkrete Bedingungen für die Elektrifizierung des gesamten Landes. Die besonderen Maßnahmen und Beschlüsse der Partei und der Regierung zur Entwicklung der Elektrifizierung des Landes ermöglichten das Einschlagen eines raschen Tempos für die Elektrifizierung aller Dörfer Albaniens. Im Dezember des Jahres 1967 wurde auf besonderem Beschluß des Zentralkomitees der Partei der Arbeit Albaniens bestimmt, daß die vollständige Elektrifizierung aller Dörfer des Landes im Jahre 1971 abgeschlossen werden soll, zu Ehren des 30. Geburtstages der Partei der Arbeit. Das ist ein kühnes, revolutionäres Unternehmen, das mit vollem Erfolg verwirklicht wird, wie mit Erfolg auch alle anderen Beschlüsse der Partei und Regierung auf dem Gebiete der Wirtschaft, der Politik und der gesellschaftlichen Tätigkeit verwirklicht worden sind. Die Zahl der bis1969 elektrizifizierten Dörfer erreichte 1127 und das sind etwa 45 Prozent sämtlicher Dörfer Albaniens. Erwähnenswert ist hierbei, daß die im Jahre 1938 in ganz Albanien erzeugte elektrische Energie heute von nur zwei Wasserkraftwerken, in zwei Bergdörfern produziert wird.

Die vollständige Elektrifizierung des Landes und der Anschluß auch der entlegendsten Dörfer an das allgemeine einheitliche nationale energetische System, sowie die Erhöhung der Produktion von Elektroenergie durch die neuen Energie erzeugenden Kapazitäten – all das bildet eine solide Grundlage für die allseitige Entwicklung der Volksrepublik Albanien.
.
Zum Vergleich ein Nachbarland

Was unser sozialistisches Regime in einer so kurzen Zeit leistete, dazu würde ein kapitalistisches Land hunderte Jahre brauchen. Im Vergleich diene ein Nachbarland, das kapitalistische Griechenland. Von jedem Standpunkt aus kann kein Vergleich gemacht werden zwischen den großartigen Umgestaltungen, die in unserem Lande in den 25 Jahren der Befreiung unter der Volksmacht, unter der Führung unserer ruhmreichen Partei der Arbeit stattgefunden haben. Um sich ein klares Bild über Griechenland zu machen, darf die Entwicklung dieses Landes nicht an der Neonbeleuchtung Athens gemessen werden, sondern man muß diese an der elenden Lage des Proletariats und der griechischen Landbevölkerung messen, wovon ein großer Teil jedes Jahr auswandert, um sein Brot im Ausland zu verdienen, wobei auch der wie gestern so auch weiterhin heute, unter dem Regime der Militärjunta, verzweifelte geistige und seelische Zustand des griechischen Volkes nicht vergessen werden darf.“
.
Enver Hoxha

Die von der Volksrepublik Albanien in diesen 25 Jahren erzielten Erfolge erscheinen noch glänzender auch bei einem beschränkten Vergleich mit anderen Ländern, besonders mit den Nachbarländern.

In der Vergangenheit konnte Albanien mit einem Land wie Griechenland nicht verglichen werden, das den Weg der kapitalistischen Entwicklung viel früher als Albanien eingeschlagen hatte und das schon vor dem Kriege eine im gewissen Grad ziemlich entwickelte Leicht- und Nahrungsmittelindustrie hatte. Auch in anderen Lebensbereichen war Griechenland vor dem 2. Weltkrieg Albanien voran.

Aber seit damals hat sich viel geändert. Großartig sind die Erfolge auf allen Gebieten im Vergleich zum kapitalistischen Griechenland. Auch die Konservativsten müssen bei einem solchen Vergleich die Überlegenheit Albaniens, die Lebenskraft seines sozialistischen Systems, den richtigen Weg, den die PAA verfolgt, zugeben.

7,5 Mal zu 3 Mal

Einer der besten Anzeiger, der die Entwicklung eines Landes veranschaulicht, ist die Erhöhung des Nationaleinkommens. Bei uns ist das physische Volumen des Nationaleinkommens 1968 im Vergleich zur Vorkriegszeit um 7,5 Mal gewachsen, während dieses in Griechenland für die gleiche Zeitspanne nur auf das Dreifache stieg. Und dies ist nicht nur die Folge davon, daß Albanien vor dem Kriege auf einem sehr niedrigen Entwicklungsniveau stand, da ja dieses Verhältnis auch heute weiter besteht wo die Basis nunmehr entwickelt ist. Das Anwachsen des Nationaleinkommens in Griechenland und in Albanien steht für die letzten 2 Jahre wie folgt (in%):

1967 1968
Albanien 11 % 11 %
Griechenland 4,2 % 4,3 %

Also auch heute, wo Albanien eine entwickelte Grundlage hat, ist die Zuwachsrate des Nationaleinkommens dort um fast 2,5 Mal höher als in Griechenland.
.
52,2 Mal zu 4,6 Mal

Die Entwicklung der Industrie ist ebenfalls ein wichtiger Anzeiger, woran man den Fortschritt einer Nation messen kann. Und auf diesem Gebiet hat Albanien wirklich jedem Vergleich spottende Fortschritte erzielt. Im Vergleich zur Vorkriegszeit wuchs die Industrieproduktion in Albanien um 52,2 Mal und in Griechenland nur um 4,6 Mal.

Und konkret betragen die jährlichen Zuwachsraten für die Industrieproduktion in Albanien bzw Griechenland in den letzten 2 Jahren folgende Größen (in %):

 1967 1968
Albanien  12, 8/ 19 %
Griechenland  3,3 % 6,3 %

Man kann also sehen, daß das albanische Entwicklungstempo auch heute, wo man von einer hohen Industrieproduktion sprechen kann, um dreimal höher als dasselbe in Griechenland ist.

Auch der geringe Zuwachs der Industrieproduktion, der in Griechenland verzeichnet werden konnte, wurde nur dank einer wuchernden Einfuhr ausländischen Kapitals erreicht. Die verschiedenen volksfeindlichen Regierungen Griechenlands und besonders die gegenwärtige Athener Militärjunta, haben für die ausländischen Monopole und deren Kapitalien Tür und Tor geöffnet.

Kennzeichnend ist, daß das Produktionsvolumen der Maschinenbauindustrie in Griechenland 1968 geringer als 1938 war.

Betonte Unterschiede bestehen auch im Zuwachstempo der Agrarproduktion. Allein 1968 betrugen die Globaleinnahmen aus der Landwirtschaft um 6 % weniger als im Jahre 1967. Die Weizenproduktion sank in Griechenland 1968 um 600.000 Tonnen und Griechenland mußte Weizen einführen; die Tabakproduktion war um 22.340 Tonnen geringer und von Baumwolle um 44 000 Tonnen.

Arbeitslosigkeit, Auswanderung, ElendIm Ergebnis der großen ökonomisch-gesellschaftlichen Umgestaltungen, die in Albanien stattgefunden haben, wurden die Arbeitslosigkeit, Auswanderung und Armut ein für allemal liquidiert. Auch in den Jahren des 3. Fünfjahrplans (1961 – 1965) wurden trotz der großen Schwierigkeiten, die durch die kapitalistische und revisionistische Einkreisung entstanden, gute Erfolge auch bei der weiteren Hebung des Wohlstandes der werktätigen Massen erzielt.In diesen Jahren stieg das Realeinkommen der Arbeiter und Angestellten um 2 % und der Bauern um 10 %. Im laufenden Fünfjahrplan

Ganz anders steht es im kapitalistischen Griechenland. Dauernde Armut und Arbeitslosigkeit sind gang und gäbe. Der Lebensstandard der Bevölkerung sinkt ununterbrochen, weil Preis und Steuer stets erhöht werden.

Und hier ein Vergleich, was die Preissenkungen für die Waren im Einzelhandel in Albanien bzw. die Preissteigerungen in Griechenland für die Zeit 1958 – 1967 betrifft:

Preissenkungen
in Albanien
Preiserhöhungen
in Griechenland
Brot – 18,7 % + 48 %
Fleisch – 8,1 % + 37 %
Reis – 13,4 % + 15 %
Öl – 24,5 % + 39 %
Zucker – 16,3 % + 60 %
Zucker – 13,7 % + 36 %

Daraus geht hervor, daß das Leben des griechischen Volkes, sein Lebensstandard nichts gemein hat mit der Neonbeleuchtung Athens und schon gar nicht verglichen werden kann mit dem Leben des albanischen Volkes, des Volkes des neuen sozialistischen Albaniens.
.

.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*