Internationale Brigaden?

Protest in der Türkei gegen den US-Imperialismus. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN.

ROTER MORGEN, 3. Jg., November 1969

Viele von uns haben oft darüber nachgedacht, wie man das vietnamesische Volk noch besserunterstützen kann. Es liegt aber auf der Hand, daß Internationale Brigaden dazu im allgemeinen ungeeignet sind. Die Revolution kann nicht exportiert werden. Wir können den Imperialismus am besten dort bekämpfen, wo wir mit den örtlichen Verhältnissen vertraut sind.

Der Imperialismus und sein Hauptvertreter der US-Imperialismus muß nicht nur in einem Land bekämpft werden, sondern weltweit. Nur so kann ein endgültiger Sieg über diese Massenmörder erreicht werden. Freilich wird ein solcher Kampf in den verschiedenen Ländern verschiedene Formen annehmen. Unsere Solidarität muß jedem antiimperialistischen Kampf gelten, gleichgültig, welche Form er hat.

In den letzten Jahren entstand neben dem antiimperialistischen Kampffeld in Südostasien (Vietnam, Laos, Thailand, Burma, Malaya, Kalimantan usw.) ein zweites Zentrum des Befreiungskampfes im Nahen Osten. Die Bedeutund dieser Kämpfe gegen den Zionismus, einem Werkzeug des US-Imperialismus, wächst von Tag zu Tag. Lassen wir uns das Hirn nicht durch Springer & Co. vernebeln; die Besatzungstruppen Israels sind um kein Haar besser als die US-Truppen in Vietnam. Israel ist ein durch und durch reaktionäres Gebilde. Rassistische Gesetze verbieten – ähnlich wie in Südafrika und im „Dritten Reich“ – die Heirat zwischen Juden und Nichtjuden! Die Araber sind genau so rechtlos wie die Schwarzen in Alabama. Die deutsche Monopolbourgeoisie – an deren Händen noch Blut so vieler Opfer der Konzentrationslager klebt – findet heute Tür und Tor offen, wenn sie mit den Spitzen der dortigen Regierung über die Ausplünderung der arabischen Völker verhandelt.

Die Befreiungsbewegung El Fatah setzt dieser rassistischen Ausbeutergesellschaft die einzige mögliche Alternative gegenüber: Ein unabhängiges, demokratisches und antiimperialistisches Palästina ohne Rassismus und ohne Zionismus, in dem Araber, Juden und alle übrigen Teile der Bevölkerung gleichberechtigt zusammenleben.

Solidarität mit den Befreiungskämpfen in Asien, Afrika und Lateinamerika.

Solidarität mit den Völkern von Vietnamund Palästina.

Der Imperialismus in allen seinen offenen und versteckten Formen ist ein permanenter Gewaltakt, den man nur durch den revolutionären Befreiungskampf beseitigen kann. Der Widerspruch zwischen dem Imperialismus und den unterdrückten völkern kann nur mit der Methode des national-revolutionären Krieges gelöst werden. (Mao Tsetung)

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