Lohnfragen sind Machtfragen

1970: Kampfbereitschaft der Kollegen der Metallindustrie. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN

ROTER MORGEN, 4. Jg., September 1970

Zur Kündigung der Tarifverträge in der Metallindustrie

Zum 30. September (Bayern 21. Oktober) sind die Tarifverträge für die 4,5 Millionen Metallarbeiter gekündigt worden. „Wie werden die Lohnverhandlungen in diesem jahr ausgehen? Fragen sich viele Kollegen, und „Was sagt Ihr Kommunisten dazu?“

Kurz, auch wenn es einem schwer fällt, immer wieder auf das Geschwafel der Unternehmer, daß die Löhne die Preise treiben, einzugehen, einige Fakten:

In der Zeit von 1968 bis 1969 ging der Anteil der Löhne und Gehälter in der eigenen Stahlindustrie pro tausend DM Umsatz von 199,- auf 184,- DM zurück. Im gleichen Zeitraum stiegen die Preise hier um fast 20 %.

Ähnlich ist die Entwicklung in anderen Zweigen. Im Maschinenbau sank der Lohn- und Gehaltsanteil von 313,- auf 304,- DM, die Preise stiegen um 12 %. In der Elektrotechnik sanken Lohn- und Gehaltsanteil von 300,- auf 290,- DM, die Preise kletterten um 8 %. In der Feinmechanik und Optik von 362,- auf 353,- DM, Preisanstieg 10 %. Und so weiter und so fort.

Dagegen erzielten die Metallbosse 1969 die tollsten Rekordgewinne ihrer Geschichte. Die Profite stiegen um volle 30 %. In der Automobilindustrie um 40 %.

Auch für dieses jahr erwarten die Metall-Industriellen eine gleich günstige Entwicklung. Aus jedem Beschäftigten in der Mobilindustrie preßten die Unternehmer im letzten Jahr einen Bruttogewinn von 7600,- DM heraus. Insgesamt beträgt der Bruttogewinn der Metallindustrie 17,6 Milliarden DM.

Während die Profite der Metall-Industrie um 30 % steigen, erzielten die Arbeiter und Angestellten lediglich eine Real-Lohnerhöhung von 9 %.

In der Metallindustrie ist die Produktivität, also in erster Linie die Leistung der Arbeiter und Angestellten, erheblich gestiegen. Von 1968 bis 1969 erhöhte sie sich im Maschinen- und Fahrzeugbau zwischen 7 bis 8 %, während andere Zweige, Stahl- und Leichtmetallbau 12,9-prozentige, die Eisen-, Metall- und Blech-verarbeitende Branche gar 17,5-prozentige Produktivitätssteigerungen erzielten.

Das aber heißt für die Arbeitnehmer: Mehr Arbeit, größere Hetze, gesundheitlicher Verschleiß, frühzeitiges Altern, gesteigerte Unfallgefahr.

Fassen wir zusammen: Die Metalllbosse haben einen enormen Schnitt gemacht. Doch die Profite der Unternehmer fallen nicht vom Himmel. Sie werden aus den Knochen der Arbeiter herausgeschunden. Mehr Profit für die Unternehmer bedeutet für die Angestellten und Arbeiter weniger Lohn, geringere Lebenshaltung.

Solange der Kapitalismus besteht, müssen die Werktätigen Tag für Tag ihre Arbeitskraft an die Unternehmer, die Besitzer der Produktionsmittel verkaufen und erhalten für die von ihnen geleistete Arbeit nur einen Teil des Wertes, den sie produzieren. Den sogenannten Mehrwert steckt der Unternehmer ein. Natürlich ist der Unternehmer bestrebt, den Teil, den er abkassiert, so groß wie möglich zu halten, denn alles, was er dem Arbeiter vorenthält, trägt zur Steigerung seines Profits, seines Reichtums bei.

Das ist es, was wir Kommunisten unseren Kollegen im Betrieb immer wieder klar machen müssen: daß er Tag für Tag von den Unternehmern, den Besitzern der Produktionsmittel, bestohlen wird. Daß der Staat diesen Diebstahl durch seine Machtmittel, Bürokratie, Justiz, Polizei, Bundeswehr, öffentliche Meinungsmache (Presse, Fernsehen, Film und Rundfunk) legalisiert und schützt. Daß er, wenn er verhindern will, daß man ihm Tag für Tag in die Tasche faßt, diesen Staat, diesen sich selbst legalisierenden Gangstertrust zerschlagen muß. Daß er dies nur kann durch den Aus- und Aufbau einer revolutionären, marxistisch-leninistischen Partei.
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Zum Kampf zusammenschließen

Daraus ergibt sich aber auch schon unsere Einstellung zu den anstehenden Lohnverhandlungen in der Metallindustrie. Lohnfragen sind Machtfragen! Gegen die Willkür der Unternehmer, gegen ihr Streben nach höchsten Profiten und – damit verbunden – ihr ständiges Drücken der Lohnkosten, kann sich der Arbeiter nur erfolgreich wehren, wenn er sich mit seinen Kollegen, seiner Klasse, all jenen, die mit ihnen in der Fabrik Waren herstellen, zusammenschließt. Dieser auf die Verbesserung der wirtschaftlichen Lage der Arbeiter und Angestellten abzielende Zusammenschluß erfolgt zumeist in der Form von Gewerkschaften. Ihre Aufgabe ist es, in hartem Kampf gegen die Unternehmer den höchstmöglichen Lohn für die Arbeiter und Angestellten herauszuholen, keinesfalls aber sich Gedanken zu machen, wie man die Kapitalisten vor einer Krise bewahren oder gar das kapitalistische System absichern kann. Wie steht es nun damit? Wird die Gewerkschaft, die IG Metall dieser Forderung gerecht?

Nein! Bereits in der Krise 1966/67 hatte sich gezeigt, daß Gewerkschaftsführer der IG Metall wie auch die anderer im DGB zusammengeschlossener Gewerkschaften offenen Verrat an den Interessen der Arbeiter und Angestellten übten, indem sie sich bereitfanden, zusammen mit Unternehmern und Regierung in der sogenannten „konzertierten Aktion“ zu Lasten der Werktätigen, die Kapitalisten aus der Krise zu retten. Die Arbeiter mußten weitgehend auf Lohnerhöhungen verzichten, während die Unternehmer weiter Gewinne machten. Bei den Lohnverhandlungen und den Streiks im Herbst letzten Jahres vor den Bundestagswahlen zeigte sich zweierlei:

1) wieder lieferten die Lohnverhandlungen ein Musterbeispiel für das Zusammenwirken der Gewerkschaftsführung mit den Kapitalisten und ihren Handlangern in der Bundesregierung.

2) zeigte es sich, daß ein Teil der westdeutschen Arbeiter den Verrat an ihren ökonomischen Interesse zu durchschauen begann. In vielen Metallbetrieben streikten die Arbeiter gegen den Willen der Gewerkschaftsführung.
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Die Angst der Bosse

Die Streiks, die sich nicht nur auf die Metallbranche erstreckten, sondern sich auch auf den Bergbau und andere Branchen ausdehnten, jagten den Kapitalisten einen solchen Schreck über die wiedererwachende Kampfbereitschaft ein, daß sie offen äußerten: „Man hätte ruhig einen totschießen sollen, dann herrschte wenigstens wieder Ordnung“ (BDI-Präsident Berg).

Aber auch der arbeiterverräterischen Gewerkschaftsführung versetzten die Septemberstreiks 1969 einen gewaltigen Schock. Hatten sie doch, wenn auch noch kurzfristig und spontan, unter großen Teilen der Arbeiterklasse die Erkenntnis verbreitet, daß die Gewerkschaftsführung mit der Bourgeoisie unter einer Decke steckt.

In der gegenwärtigen Situation hat sich der Widerspruch zwischen Bourgeoisie und Proletariat weiter verschärft. Der westdeutsche Monopolkapitalismus befindet sich in der Spätphase einer Hochkonjunktur. Zum erstenmal seit 1966 hat sich mitten im Sommer, im Juli, die Zahl der Arbeitslosen erhöht und die Zahl der offenen Stellen verringert.

Die sich ihrem Ende nähernde Phase der Hochkonjunktur war für die Unternehmer eine Zeit der Riesenprofite. Für die Werktätigen sprang kaum etwas dabei heraus. Wollten sie höhere Löhne haben, mußten sie Überstunden schieben oder die Akkordleistung erhöhen. Außerdem bekamen sie eine gewaltige Teuerung in allen Bereichen zu spüren: Die Preise, die Mieten stiegen. Die Steuern (Steuervorauszahlung) wurde erhöht. Versicherungsebühren stiegen an usw. Wieder einmal zeigte sich, daß sich in Westdeutschland, einem der größten Industrieländer der Welt, selbst in Zeiten der Hochkonjunktur die materielle Lage der Werktätigen kaum bessert. Immer noch ist es so, daß der Lebensunterhalt einer Arbeiterfamilie ohne erhebliche Überstunden, Nebenbeschäftigung oder Mitarbeit der Frau kaum gesichert ist. Die 40-Stunden-Woche steht lediglich auf dem Papier.
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Die Kampfstimmung wächst

Natürlich werden diese Dinge auch von den Werktätigen erkannt. Jede Kollegin, jeder Kollege spürt, wie uns die Preiserhöhung überrollt, während die Löhne wie eh und je hinterherhinken. Die Klassenwidersprüche verschärfen sich. In der Arbeiterklasse wachsen Unmut und Kampfstimmung gegen die unverfrorene Ausbeutung. Immer weniger Arbeiter fallen auf das Klapperstorchmärchen der Bourgeoisie von der „Lohn-Preis-Spirale“ herein, lassen sich vom Kampf für ihre wirtschaftlichen Interessen abhalten.

Das ist die Situation, vor der die Gewerkschaftsführer der IG Metall bei den jetzt beginnenden Lohnauseinandersetzungen stehen. Einerseits spüren sie den wachsenden Unmut der Kolleginnen und Kollegen im Betrieb. Andererseit wissen sie aber auch, was ihre kapitalistischen Auftragsgeber von ihnen erwarten. Was sie aber von der IGM-Führung bezüglich der kommenden Lohnverhandlungen fordern, drückten sie ganz offen in ihrem Börsenblatt „Der Aktionär“ (Nr. 27 vom 18.9.70) so aus:

„… da wir aber die Gewerkschaftsbosse für fähig halten, vernünftige Entscheidungen zu treffen, und darüber hinaus mäßigend auf die fehlgeleiteten und desorientierten Gewerkschaftsmitglieder einzuwirken, sehen wir nicht so schwarz.“

Deutlicher konnte man kaum das Wesen einer von den Kapitalisten bestochenen Gewerkschaftsführung, die ihr zugewiesene Rolle, die Interessen der Bourgeoisie innerhalb der Arbeiterbewegung zu vertreten, kennzeichnen. Das Dilemma der IGM-Bonzen ist nun das, daß sie diese Rolle nicht offen spielen können, ohne das Vertrauen der Gewerkschaftsmitglieder zu verlieren, die, wenn sie den Verrat durchschauen, sie zum Teufel jagen würden. Gewerkschaftsbosse ohne Mitglieder würden aber wiederum den Kapitalisten nichts nützen, so daß sie auch von diesen einen Tritt in den Hintern bekommen würden..
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Die Rolle der Verräter

Was also tun, um sich aus dieser Zwickmühle herauszuwinden? Man haut auf die Pauke. Um die wachsende Unruhe der Kollegen zu beschwichtigen, um zu verhindern, daß es zu „wilden“, unkontrollierten Streiks kommt, erhebt man ein wortradikales Geschrei: „Wir werden rausholen, was rauszuholen ist, und koste es, was es wolle!“ Oder „Wenn die Unternehmer verschleppen, dann knallt’s, bevor es richtig losgeht.“ Brenner und Co. erklären sogar, daß sie auf die SPD/FDP-Regierung keine Rücksicht nehmen werden. Während der Verhandlungen wollen sie mit all ihren gewerkschaftlichen „Kampf“maßnahmen aufwarten.

Sicherlich werden sie es nicht bei diesen „Drohungen“ belassen und in Betrieben, in denen mit großer Unruhe und Streikbereitschaft zu rechnen ist, zu verschiedenen Zeitpunkten Warnstreiks durchführen. Sicher wird es zu Urabstimmungen kommen. Die IG Chemie hat es ihnen bei den diesjährigen Lohnverhandlungen ja bereits vorgemacht: Als sie Warnstreiks auslösten, um die Kampfbereitschaft der Kollegen aufzufangen, in ihnen genehme Bahnen zu lenken, um dann mit den Unternehmern einen faulen Kompromiß auszuhandeln.

Diese lautstarke Taktik der IGM-Bosse soll im Interesse der Unternehmer verhindern, daß es zu langdauernden Streiks in der Metallindustrie kommt. Sie soll die Kampfbereitschaft der Kollegen abwiegeln. Gleichzeitig soll sie verhindern – und darauf legen die Kapitalisten besonderen Wert – daß sich die Metallarbeiter mit den von der Gewerkschaft ausgehandelten Ergebnissen nicht zufrieden geben und wie im letzten Herbst auf eigene Faust zu handeln beginnen.

Der zur Schau getragene „Kampfgeist“ der IGM-Bosse hat aber noch eine weitere Bedeutung. Gemäß ihrer Hauptrolle als Agenten der Monopolbourgeoisie innerhalb der Arbeiterschaft sollen sie die Arbeiter in „Ruhe und Ordnung“ durch die nächste Wirtschaftskrise führen. Dazu müssen sie sich bereits jetzt einen Rückhalt im Proletariat verschaffen. In der Krise werden sie sich darauf berufen, daß sie für die Arbeiter in der Hochkonjunktur das herausgeholt haben, was herauszuholen war, in dieser Lage dagegen nicht viel zu machen sei. Die Arbeiter von der Notwendigkeit von Lohnkürzungen, Entlassungen, Kurzarbeit und Schließung von Betrieben zu überzeugen und jede Form der Auflehnung abzuwiegeln, das sind die Aufgaben, die die Kapitalistenklasse für diese Situation den Gewerkschaftsbonzen zugedacht hat.

Die reaktionäre Gewerkschaftspolitik läßt sich anhand der laufenden Tarifauseinandersetzung konkret nachweisen. Einige Beispiele:

Die regionalen (statt zentralen) Tarifverhandlungen werden von der Zeitung „Metall“ damit begründet, „den unterschiedlichen Bedürfnissen der Tarifgebiete gerecht zu werden“. Was kann dies anderes bedeuten, als den Kapitalisten in bestimmten Gebieten billigere Arbeitskräfte zuzuschustern? Außerdem erschweren regionale Verhandlungen die Durchführung einheitlicher Lohnkämpfe, was ebenfalls die Position der Bourgeoisie gegenüber dem Proletariat stärkt.

Die Gewerkschaftsführungen unternehmen praktisch nichts gegen die verschiedenen Lohngruppeneinteilungen. Zusätzlich bewirkt die normalerweise angewandte Methode prozentualer Lohnerhöhungen (anstatt linearer Lohnerhöhungen) eine ständige Vergrößerung der bestehenden Lohnunterschiede. Dadurch wird die Benachteiligung von Frauen, Lehrlingen und ausländischen Arbeitern aufrechterhalten. Die entstehende Zersplitterung der Arbeiterklasse in verschiedene Gruppen bieten den Kapitalisten die Möglichkeit, die Arbeiter gegeneinander auszuspielen und sie vom Kampf gegen den einzelnen Kapitalisten und die gesamte Kapitalistenklasse abzulenken.

Der Kuhhandel zwischen Gewerkschaften und Kapitalisten (erst „hohe“ Forderungen, von denen man dann im Laufe der Verhandlungen abgeht) soll die Arbeiter zum ständigen Nachgeben erziehen und verhindern, daß sie für die konsequente Durchsetzung von Forderungen kämpfen. Er soll ihnen das Gefühl vermitteln, daß es zwischen ihnen und den Kapitalisten so etwas wie Partnerschaft gibt.

Der dickste Hund jedoch ist wieder die geforderte 15 % Lohnerhöhung auf den Ecklohn. Was soll der Quatsch. Fakt ist doch, daß die Effektivlöhne in der Metallindustrie um 23 bis 24 % über den Tarif-, den Ecklöhnen liegen. Das heißt doch nichts anderes, als daß die Unternehmer jetzt schon mehr bezahlen, als die IGM-Bosse fordern. Käme es zur Erhöhung von 15 % auf den Ecklohn, so heißt das in der Praxis nichts anderes, als daß die Unternehmer die Effektivlöhne zwar erfahrungsgemäß erhöhen würden, aber eben nicht um 15 %, sondern frei nach Schnauze. Also kann die Forderung nicht lauten „15 Prozent Lohnerhöhung auf den Ecklohn“, sondern: „Festlegung der neuen Tarife auf den derzeitigen Effektivlohn“ – also das, was die Kollegen zur Zeit verdienen (einschließlich der „freiwilligen Zulage“) plus 15 %.

Daß die Gewerkschaftsbosse im Augenblick Forderungen nach Arbeitszeitverkürzungen, längerem Urlaub, Herabsetzung des Pensionsalters usw. zurückstellen, beweist nur, daß sie die Kapitalisten bei dem noch bestehenden Arbeitskräftemangel nicht in Schwierigkeiten bringen wollen.
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Wie müssen wir handeln? 

Wie müssen wir Kommunisten uns bei den jetzigen Tarifauseinandersetzung im IG-Metallbereich verhalten? Im letzten Jahr, anläßlich der Septemberstreiks, war unsere Partei, die KPD/ML, noch keineswegs in der Lage, aktiv lenkend in die Kämpfe einzugreifen. Zwar hat sich die Situation gegenüber dem vergangenen Jahr erheblich verbessert: der Aufbau der Roten Betriebsgruppen ist gerade in Metallbetrieben vorangeschritten, gewerkschaftlich organisierte Genossen greifen als Vertrauensleute und Betriebsräte aktiv im Kampf innerhalb der Gewerkschaften zwecks Entlarvung der verräterischen Position der Gewerkschaftsbosse ein, doch ist die Partei auch heute noch nicht in der Lage, große Massenkämpfe anzuleiten.

Das heißt, Hauptaufgabe der Genossen der KPD/ML bei den jetzigen Tarifauseinandersetzungen ist die Entfaltung der Propaganda zur Verschärfung der Klassenwidersprüche und Entlarvung des Verrats der Gewerkschaftsführung. Diese Propaganda, der erste Schritt zur Gewinnung fortschrittlicher, klassenbewußter  Arbeiter zum Aufbau neuer Roter Betriebsgruppen sollte nicht wahllos erfolgen, sondern in den Schwerpunktbetrieben unter Berücksichtigung vorhandener Kräfte.

Die Haltung unserer Genossen bei den kommenden Tarifauseinandersetzungen muß sehr flexibel, sehr beweglich sein. Je nach Situation müssen sie sich an Streikkomitees beteiligen bzw. ihre Gründung veranlassen, müssen sie die von Kolleginnen und Kollegen erhobenen Forderungen nachhaltig unterstützen. In der Gewerkschaft als Mitglied, als Vertrauensleute müssen sie die Gewerkschaftsführung auf die von ihr gesprochenen „harten“ Worte festnageln und dadurch entlarven. Bei der Entlarvung der reaktionären Gewerkschaftsführung oder der Revisionisten und Reformisten in D“K“P und SPD gilt es, ständig zwischen der Führung und den einfachen Mitgliedern zu unterscheiden. Die einen als Agenten der Bourgeoisie zu entlarven und schonungslos zu bekämpfen, die anderen durch Überzeugungsarbeit dem Einfluß ihrer Führung zu entziehen, um sie ebenso wie die Unorganisierten, für den Kommunismus zu gewinnen.

Was die ökonomischen Forderungen in der jetzigen Phase betrifft, müssen sie darauf ausgerichtet sei, die wirtschaftliche Lage der werktätigen Masse zu verbessern und ihre Einheit und Kampfstärke zu fördern.

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