Arbeitslosenimport aus dem Osten

Jugoslawische Gastarbeiter bei ihrer Ankunft in Deutschland. Das Bild ist kein Bestandteil des vorliegenden Artikels des ROTEN MORGEN.

ROTER MORGEN, 3. Jg., September 1969

Schon lange kann man Jugoslawien nicht mehr als sozialistisches Land bezeichnen. Nachdem dort der Kapitalismus im weitesten Umfang restauriert worden war, trat als Folge die ständig wachsende Zahl der Arbeitslosen in Erscheinung. 700 000 jugoslawische Arbeiter in Westdeutschland sprechen für sich. Daß diese Entwicklung mit zunehmender Rekapitalisierung in den revisionistischen Ländern in Erscheinung treten würde, war vorauszusehen. Wie bekannt wurde, liegt in Westberlin ein Angebot der CSSR vor, für die Westberliner Bauwirtschaft Arbeiter und Maschinen zur Verfügung zu stellen. Die revisionistische Führungsclique der CSSR hofft durch diesen Menschenhandel zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Einmal erhofft man sich eine zusätzliche Devisen-Einnahme, zum anderen die im Zuge der Massenentlassungen in volkseigenen Betrieben frei werdenden Arbeitskräfte unterzubringen.
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