Der kleine Partisan

ROTER MORGEN, 3. Jg., Juli/August 1969

„Tausende und aber Tausende von Helden sind uns vorgegangen und haben mutig ihr Leben für die Interessen des Volkes hingegeben. Laßt uns ihre Fahne hochheben und vorwärtsschreiten auf dem mit ihrem Blut getränkten Weg!“ Mao Tse-tung

Ein Dorf in den befreiten Gebieten Südvietnams, ein Dorf wie viele andere. Hier lebt der gerade vierzehnjährige Schao Na mit seinen Eltern, Geschwistern, Freunden. Eines Tages kreisen einige amerikanische Piratenflugzeuge – „Johnson“, – wie man sie verächtlich nennt – über dem Dorf. Sofort springen die Bewohner in ihre Bunker und die regionalen Guerillas an ihre Flugabwehr-Stellungen. Mehrere Bomben treffen jedoch das Dorf. Als Schao Na wieder aus seinem Bunker herauskriecht, findet er seine Freunde trauernd bei den Leichen seiner Eltern versammelt. Sie sind von den feigen amerikanischen Kriegsverbrechern ermordet worden.

Nachdem seine bestattet worden sind, verläßt der kleine Schao Na sein Dorf und schließt sich einer Einheit der Armee der Nationalen Befreiungsfront an. Er will seine Eltern rächen.

Eines Tages wird er als Kurier zu einer anderen Einheit der Befreiungsarmee geschickt. Unterwegs, ganz alleine, trifft er sie dann: eine Gruppe amerikanischer Aggressor-Söldner. Schao Na geht in Stellung, überprüft sein Gewehr und wartet. Die Feinde kommen näher. Als sich der kleine Partisan seines Zieles sicher ist, feuert er mehrere Male und vernichtet die Aggressoren.

Eine weitere Gruppe der Landräuber war jedoch in der Nähe und hörte den Gefechtslärm. Als sie näher kommen, werden auch sie von Schao Na unter Feuer genommen. Aber die Amerikaner feuern zurück und verwunden den kleinen Partisanen schwer. Doch er kämpft weiter und kann den Feinden Verluste beibringen. Selbst im Augenblick des Todes gibt Schao Na nicht auf. Mit letzter Kraft ruft er: ,,Tod den amerikanischen Imperialisten! Der Sieg gehört dem Volk von Vietnam!“ und dann, sterbend „Lang lebe Onkel Ho!“

Wir alle müssen von ihm den Geist der Selbstlosigkeit und Uneigennützigkeit lernen. Davon ausgehend kann man ein Mensch werden, der dem Volke großen Nutzen bringt. Man kann mit größeren oder geringeren Fähigkeiten ausgestattet sein, aber wer nur eine solche Gesinnung besitzt, wird ein edler Mensch mit klarem Charakter sein, ein von niedrigen Interessen befreiter Mensch, der dem Volke nützlich ist.

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